Geschichte

In einem breiten Talkessel, umgeben von bewaldeten Hügeln, liegt der Weinbauort Falkenstein. Steile Kalkklippen, Weingärten und Obstbäume prägen das Bild dieser alten Kulturlandschaft.

Hoch über dem Ort thront die mächtige Burgruine. Die Geschichte der Burg ist so alt wie die Besiedelung des Weinviertels unter Kaiser Heinrich III., in der Mitte des 11. Jahrhunderts. Als Grenzfestung gegen Norden hat sie einst das Land vor Übergriffen aus Böhmen und Ungarn geschützt.

Im Zuge jahrhundertelanger Weinbautradition entstand eine der schönsten Kellergassen des Landes, die "Oagossn" (Eiergasse). 300 Jahre lang war sie Lebensmittelpunkt der Falkensteiner Winzer. Höhepunkt der Kellerkultur war das 19./20. Jahrhundert, aber auch im 21. Jahrhundert besitzt sie die Magie, zu Genuss und Kultur zu verführen.

Neben den Kellergassenführungen, Heurigenbetrieben und "Offenen Kellertüren" beleben beliebte Veranstaltungen die Falkensteiner Kellergasse.

Falkensteiner Berggericht

Mit dem Jahr 1309 begann in Falkenstein eine neue Zeitrechnung. In diesem Jahr erblickte ein kleines Buch die Welt, das Falkensteiner Bergtaiding, in dem die gewohnheitsrechtlichen Bestimmungen zum Weinbergrecht am Falkensteiner Rosenberg festgelegt wurden. Es festigte in kürzester Zeit den Ruf Falkenstein als großer Weinbauort und elementare Instanz in Sachen Weinbergrecht.

Das neue Falkensteiner Berggericht ist ein Zusammenschluss von neun Winzern, die einer doppelten Idee verpflichtet sind: zum einen wollen sie einem Ort Tribut zollen, der wie kaum ein anderer die Geschicke des Weinbaus im Weinviertel mitgeprägt hat und von dessen berühmtester Lage, dem Rosenberg, seit mehr als 700 Jahren kontinuierlich Wein gekeltert wird. Das Ergebnis sind authentische und terroirgeprägte Weine, die in ihren besten Momenten nicht nur ihre Geschichte sondern auch die Geschichte Falkensteins erzählen.

www.falkensteiner-berggericht.at